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  Als erstes von fünf Kindern des aristokratischen Ehepaares Celia de la Serna und Ernesto Guevara Lynch, wurde Ernesto Guevara am 14.06.1928 in Rosario/Argentinien geboren. Die antifaschistischen Eltern waren sehr aufgeschlossen und schenkten ihren Kindern alle nur möglichen Freiheiten.

Das feuchtkalte Gebiet um Rosario und der Anbau von Mate-Tee, welcher die einzige Einnahmequelle für die Familie war, bereitete Ernesto schon im Alter von zwei Jahren schon Asthmaanfälle und so zog die Familie in die Provinz Córdoba umzuziehen, wo es wesentlich trockener war. Auch wenn Ernesto ein guter Sportler in der Schule war, galt er in den zeugnissen schon früh als kleiner Rebell, was die Eltern aber eher als Kompliment sahen. Bereits mit achtzehn Jahren aber bestand Ernesto 1946 sein Abitur und schrieb sich anschliessend an Universität Buenos Aires in Ingienuerswissenschaften und und später in Medizin ein. Wahrscheinlich, um seine eigene Krankheit oder das Krebsleiden seiner Mutter zu heilen. Die Gründe sind bis heute ungeklärt.

Lange und ausgedehnte Reisen schienen für Ernesto wichtiger zu sein, als sein Studium. Mit Alberto Granados betätigte er sich auf diesen Reisen unter anderem als Gepäckträger, Tellerwäscher oder auch als Lepraärzte an der Lepraforschungsstelle ind San Pablo/Kolumbien. Nachdem er aber doch im März 1953 seine Promotion zum Dr. med. hinter sich gebracht hatte, begann seine wohl wichtigste Reise, auf der er von seinem Freund Carlos Ferrer begleitet wurde. Es begann seine Wandlung zu revolutionärem Kommunisten.

Er wurde nach zwei Jahren Reisens in Mexico City sesshaft und lebte dort mit seiner Frau Hilda Gadea Acosta, die er in Guatemala kennen gelernt hatte und seiner neugeborenen Tochter. Die Brötchen verdiente er mit Büchern, die er auf Raten verkaufte und nahm sich viel Zeit, um klassisch-marxistische Schriften zu lesen.

Im Juli 1955 traf Che im Haus einer Bekannten den cubanischen Rechtsanwalt Fidel Castro und entschied sich, nach einen sehr langen Gespräch, am geplanten Cuba-Unternehmen teilzunehmen. Seine militärische Ausbildung zum Guerrilla bekam er vom ehemaligen cubanischen Oberst Alberto Bay.

Mitten in der Nacht des 25. November 1956, verließ ein Schiff namens ‚Granma' den mekanischen Hafen Tuxpan. An Board waren 83 bewaffnete Männer und die überladene Yacht schien unter keinem guten Stern zu stehen, denn sie mussten den Westteil der Insel ansteuern und wurden dabei von einem Wachschiff entdeckt. So musste sich die Truppe ohne Proviant durch die karge Landschaft der Sierra Maestra kämpfen und konnten bereits nach 15 Tagen, am 17. Januar 1957, den Militärposten La Plata erobern.

Darauf hin folgten weitere Siege, die zu einer Demoralisierung der Batista-Soldaten führten. 80 Guerrillos, die einer hochtechnisierten Armee die Stirn bieten, schaffte auch Mut bei den an Land tätigen Geurrillos, was die Anzahl der Rebellen von 83 auf 150 ansteigen ließ. Ein Propagandasender wurde aufgebaut, sowei die spätere Zeitung "El Cuba Libre". Es dauerte nicht lange und die letzten Kampfhandlungen waren getan und die Welt nahm das erste Mal Notiz vom Comandanten Che Guevara. Der Erfolg stand ihm gut: Er heiratete seine zweite Frau Aleida March de la Fore und wurde von Cuba zum "geborenen Cubaner" ausgezeichnet.

Seine politische Macht wurde immer stärker. Ende 1959 übernahm er die Leitung der Nationalbank Cubas und im Februar 1961 sogar die Leitung des Industrieministeriums. Dies war sein Gipfel seiner politischen Macht und er nutzte diese, um Cuba auf den linken Kurs zu bringen und war Mitbegründer der PCC (Cubanische kummunistische Partei). Dies sollte der USA zeigen, dass Cuba ein unabhängiger Staat ist und sich nicht mehr bevormunden lassen muss. Darauf hin schickte die CIA von ihnen ausgebildete Exilcubaner in die Schweinebucht (Playa Girón), um eine Kulturrevolution auszulösen. Doch die Cubaner besiegten dieses Vorhaben der Amerikaner. Seine wohl wichtigster politischer Auftritt war die Rede auf der UNO-Vollversammlung am 11. Dezember 1964.

Anfang 1965 trat Che nach einem vierstündigen Gespräch mit Castro aus ungeklärten Gründen von all seinen Ämtern zurück und verzichtete sogar auf die cubanische Staatsbürgerschaft. Daraufhin verschwand er für mehrere Monate. Fidel Castro verlas am 3. Oktober einer einen Brief, der bis heute nicht Ches Natur zugewiesen wird und somit in Verdacht stand, gefälscht worden zu sein.

Che kam aber wieder, wenn auch nicht in Cuba, sondern in anderen Ländern, wo er zur Revolutionen verhalf. Es folgtene mehrere erfolglose Kämpfe in Bolivien Ende 1965 die bis Ende 1967 andauerten und die CIA nahm Che Guevara in der Nacht des 8. Oktober 1967 gefangen und verhörten ihn in einem Schulgebäude in Higueras. Einige Stunden später kam ein Telegram mit dem Befehl, Che zu erschiessen. Dies wurde am 9. Oktober 1967 vom Ranger Mario Téran ausgegführt.

Che Guavara wurde von den bolivianischen Behörden an einem unbekannten Ort verscharrt, so dass sein Leichnam nie exhuminiert oder obduziert werden konnte. Erst Mitte 1997, dreissig jahre nach seinem Tod, wurden die Gebeine unter der Startbahn des Flugplatzes in Vallegrande gefunden und am 8. Oktober feierlich in einem eigens für ihn eingerichteten Mausoleum in Santa Clara beigesetzt.